Adieu Frauenquote

04/18/2013
Die Frauenquote für Aufsichtsräte ist also seit heute erstmal vom Tisch.

Wenn ich die Diskussion darüber Revue passieren lasse und z.B. die klugen Sprüche der gleichgestellten Besserwisser aus den Reihen der Grünen reflektiere (nicht missverstehen, die Grünen haben weder ein Monopol auf Gleichstellung, noch auf Besserwisserei, sie haben das Anprangern von beliebiger vermeintlicher Diskriminierung nur am besten drauf), frage ich mich doch heute Abend, ob bei einem Thema, dass dermaßen hoch hängt, morgen überhaupt nochmal die Sonne aufgeht….

QuoteAber Ernst beiseite, wissen diejenigen, die jetzt so lautstark für eine Frauenquote in börsennotierten Unternehmen plädieren, erstens was ein Aufsichtsrat ist und zweitens, um wieviele Stellen es dabei tatsächlich geht (ca. 500 bei 30 DAX Konzernen)?
Ich frage mich dabei, was bringt eine Frau in einem Aufsichtsrat einer gering bezahlten Frau in einem typischen Frauenberuf bspw. in Dienstleistung, im Einzelhandel, im medizinischen oder erzieherischen Bereich?
Ist es nicht vielmehr so, dass jetzt einige Frauen, einige wenige vermute ich, auch mal an die große Kohle wollen und das unter dem Fähnchen der Gleichstellung, denn von Gleichberechtigung redet schon lange keiner mehr, denn das trifft ja bei einer Quote nicht zu, hier Fakten geschaffen werden sollen? Und ihnen dabei die Situation der größten Mehrheit anderer Frauen, die in eben jenen typischen Frauenberufen arbeiten, völlig egal ist? Und mal eben frech eine fehlende reale fachliche Qualifikation durch akademische Abschlüsse in Wissenschaften wie Genderstudien, Soziologie oder Pädagogik ausgeglichen wird?
Dazu heute noch etwas Wahlkampfgekreische im Reichstag und fertig ist die Laube und wir können unserer Empörung über diese Zementierung der Frauenbenachteiligung freien Lauf lassen….

… oder uns auch anderen Themen zuwenden, die deutlich mehr Menschen in diesem Land betreffen. Z.B. die Bildung und Zukunft unserer Kinder.