Clinton, Cruz, Sanders, Trump …

03/11/2016
Die Kür der Kandidaten und was die deutschen Medien daraus machen. Eine Einschätzung in aller gebotenen Kürze.

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass nach zwei anscheinend die meisten Wähler zurtiefst enttäuschenden Perioden Obama die Demokraten noch einmal präsidal werden dürfen. Frau Clinton als vergötterter Liebling deutscher Leitmedienvertreter, hat es derzeit noch nicht einmal zur Nominierung gebracht. Sanders ist längst nicht aus dem Rennen, egal, was Kleber und Slomka mit dem Brustton der Überzeugung im deutschen TV verkünden. Und auf Seiten der GOP scheint derzeit Trump die besten Chancen zu haben. Auf Nominierung und auf Präsidentschaft.

Ein Chaot und ein Sozialist als Gottseibeiuns der deutschen Medien

Sanders und er finden in der deutschen Berichterstattung fast nur in negativem Kontext statt – der Chaot und der Sozialist, das wird sich aber ändern mit jedem erfolgreichen Schritt, den sie jeweils in Richtung Präsidentschaft machen. Beide haben zudem gemeinsam, sie stehen für teils massive Veränderung in die eine oder die ander Richtung, während Clinton ein kräftiges “weiter so” garantiert. Und genau das scheint mittlerweile für viele US-Wähler ein Problem.
Es ist schlicht die Frage, haben die US-Bürger genug von dieser Politik des “weiter so” und suchen daher einen Wechsel – egal in welche Richtung – oder eben nicht. Und das entscheiden nicht Herr Kleber oder der Spiegel – das ist die gute Nachricht, sondern das entscheiden die Wahlbürger in den USA. Und Herr Kleber wird uns dann, vermutlich zähneknirschend, das Ergebnis erklären. Und warum es gar nicht anders kommen konnte.
Gut so!

Und wie die US-Medien die aktuelle Lage er- und verkennen, steht hier.