Das größte Problem des Aufschreis

08/11/2013
Eigentlich wollte ich zu dem Thema nichts mehr schreiben, aber ich erlaube mir aufgrund der aktuellen Entwicklung noch ein paar Zeilen.

Die Protagonistinnen der aktuell intermedial präsenten Bewegung zwischen #Aufschrei, Mädchenmannschaft, Antje Schrupp und Co. ,um mal ein paar zu nennen, die mir spontan einfallen, sind zwar organisiert und medienpräsent bis zum Grimme-Preis, haben aber das wirkliche Problem, dass die allermeisten Frauen in diesem Land weder lesbisch sind, noch sich permanent durch das “Patriarchat” diskriminiert fühlen oder den gesunden, weissen Hetero als Feindbild vor sich hertragen, sondern schlicht ihr eigenes Leben leben. Und zwar pragmatisch, mit oder ohne Partner mit oder ohne Familie und Kinder.

Das ist traditionell eine massive Anfechtung für eine Mini-Minderheit, die sich zwar erleuchtet wähnt und als einzige die Unterdrückungsverhältnisse zu erkennen glaubt und benennt, aber in Wirklichkeit innerhalb eines Ghettos weniger Gleichgesinnter diskutiert, die Welt draussen trotz einiger wohlwollender Medien so gut wie nicht erreicht und sich daher anscheinend in Militanz und Totalitarismus flüchtet. Das gipfelt dann in in Absurditäten wie der Forderung, eine Frauenquote reiche nicht, denn damit ist nicht gewährleistet, dass Feministinnen in diese Positionen gelangen, sondern man brauche unbedingt eine echte Feministinnenquote.

Frau sein allein reicht nicht

Frau sein allein zählt nicht, die Frau muss schon die richtige Gesinnung mitbringen, sonst darf sie nicht mitspielen. Solch ein vollkommen verdrehtes Weltbild zeichnet normalerweise religiöse Eiferer oder andere blinde Ideologen aus, daher werfe ich diese gleichermaßen frauen- wie männerfeindliche Feministinnenclique genau in diesen Topf: Ideologen mit totalitärem Anspruch.
Fehlt eigentlich nur noch die Forderung nach Umerziehungslagern für andersdenkene Frauen.
Eine der Initiatorinnen des Grimme-prämierten #Aufschreis hat schon im Januar auf beeindruckende Art aufgezeigt, was eine andere Alternative wäre, nachdem bei Jauch die mit ihr diskutierende Wibke Bruhns tatsächlich eine andere, eigene Meinung äußerte. Frau Wizorek zwitscherte daraufhin:

image

Eine solche Geisteshaltung ist heutzutage einen Grimme-Preis wert.

Was Männern hingegen blüht wird bspw. von der Vor-Frau der Mädchenmannschaft, Nadine Lantzsch auf Twitter locker flockig angedeutet:

Lantzsch_zu_VSolanas

Valerie Solanas war die psychisch gestörte US Feministin, die 1968 ein Attentat auf Andy Warhol verübte und im allgemeinen empfahl, Männer als Wurzel allen Übels auf der Welt, einfach auszurotten. Nichtdestotrotz wird Frau Solanas als feministisches Vorbild angeführt.

Die aktuelle Situation der Mädchenmannschaft in Form fortschreitender Radikalisierung bei gleichzeitigem Verlust von Einfluss wird hier kurz beschrieben.

Muss man mehr dazu sagen?

Vielleicht noch, dass diese Protagonistinnen anscheinend eher wenig mit der Lebensrealität des allergrößten Teils ihrer Geschlechtsgenossinnen zu tun haben. Man findet beruflich viel soziologischen oder medien- und kommunikationsbezogenen Kontext und natürlich Genderthemen, gerne öffentlich subventioniert durch Steuern, die von weissen, männlichen Heteros gezahlt werden. Dagegen wenig Berufsbilder, in denen sich der Großteil der arbeitenden Bevölkerung, egal ob männlich oder weiblich, bewegt (und Abgaben leistet). Typische Familiensituationen, mit oder ohne Trauschein, sind auch eher selten, weil dies i.d.R. eine Heterokonstellation bedingt, die unwahrscheinlich bis unmöglich ist im lesbischen Umfeld.
Was bleibt ist eine verschwindend kleine vermeintliche Avantgarde für die angebliche Gleichberechtigung ohne eine Mehrheit, die ihr folgt.  Ich behaupte, sogar die Bolschewiki hätten bei solchen Verhältnissen einfach ruhig gehalten. Das ist gleichzeitig Problem und vermutlich Grund für fortschreitende Radikalisierung zwischen den Geschlechtern.
Aber ich habe eine realistische Hoffnung, dass dieses Thema einfach ausstirbt.