Die Mitte der Gesellschaft radikalisiert sich

11/04/2015
Mittlerweile lässt es sich nicht mehr ignorieren oder schönreden. Die Radikalisierung hat die Mitte der Gesellschaft erreicht. Die Krise der Flüchtlinge Wird zur Krise des Staates.

Es kommt jetzt an bei offiziellen Stellen. Allerdings wird natürlich nicht nach Ursachen geforscht oder mit dem Finger die eigene Nase gesucht, sondern wie seit Jahrzehnten geübt, reflexartig und pauschal die Nazikeule ausgepackt. Nur, was machen z.B. Frau Fahimi, Frau Pau und Frau Özoguz wenn die Reise nach rechts weiter geht? Höhere Strafen helfen nicht und am Ende kann man nicht ein paar Millionen Deutsche einsperren. Im Gegenteil, rechte Märtyrer sind so ziemlich das letzte, was wir jetzt brauchen!

Rechte Märtyrer sind das letzte, was wir jetzt brauchen!

Aber wundert die Entwicklung wirklich jemand? Ich bleibe dabei, wer die Bürger nicht mitnimmt sondern ihnen das Gefühl gibt, nicht mehr zu zählen, erzeugt Widerstand. Das ist schlicht Fakt, ein Blick in die Geschichtsbücher auch der Bundesrepublik (Notstandsgesetze, AKWs, Nachrüstung, die erste Volkszählung) reicht dazu. Und die Gegenwart schreibt ein weiteres Kapitel unter dem Titel “Flüchtlinge”.
Nebenbei zeigt sich, die ganze anti-Nazi Erziehung spätestens seit der Wiedervereinigung, hat nichts, aber auch gar nichts bewirkt. Weder bei den Bürgern, noch bei Politikern und Medien. Der einfache Grundsatz, wer das Volk auf seiner Seite hat, gewinnt, wird ignoriert. Die deutschen Medien werden nicht müde zu predigen, wie schlimm die Nazis waren, verschwenden aber kein Wort mehr über Ursachen ihres Erfolgs und dämonisieren so den Aufstieg Hitlers. Um Parallelen zu überdecken?

In einem Europa das die Bezeichnung “Union” nie so wenig verdiente wie heute, in dem andere Länder die Grenzen dicht machen, können wir nicht allein die Welt retten und alle anderen, demokratisch gewählten Regierungen als “rechtspopulistisch” diffamieren und abwerten. Aber wir versuchen es trotzdem immer wieder.

Das Problem lässt sich nur im Konsens lösen

Das Problem lässt sich nur gemeinsam, im gesellschaftlichen Konsens lösen, aber ich sehe weder in den Äußerungen maßgeblicher oder sich für maßgeblich haltender Politiker, noch in den einschlägigen Medien, den Willen, diesen dringend notwendigen Konsens herzustellen. Man setzt nach wie vor auf Polarisierung, auf Konfrontation, will recht haben um jeden Preis. Und wenn der die Vernichtung des “Gegners” beinhaltet.
Wie soll eine Integration von vielleicht Millionen Flüchtlingen aus völlig anderen Kulturkreisen gelingen, wenn die aufnehmende Gesellschaft selber tief gespalten und polarisiert ist?

Ich mache mir Sorgen um dieses Land, es wird nicht mehr lange dauern, dann gibt es Demonstrationen, die sind nicht mehr angemeldet und dann brennen nicht nur mehr Flüchtlingsheime oder Autos von AfD Mitgliedern, sondern Menschen.
…während die Mitte schwindet und die Extreme triumphieren.
Das hatten wir tatsächlich schonmal.